Wofür braucht man eigentlich einen Versicherungsmakler? Und was ist überhaupt ein Mitwirkungsanteil?

„Versicherungsmakler?!? Sowas braucht doch kein Mensch mehr. Ich mach datt alles über Internet. Und außerdem hatte ich schon mal einen von der Pfefferminzia da. Den kann ich dann auch ma anrufen, wenn watt is.“

Was mache ich als Makler also den ganzen Tag? Und was unterscheidet mich von dem Mann von der Pfefferminzia?

Während der Mann von der Pfefferminzia Verkäufer der Versicherung ist, also immer für die Versicherung handelt, bin ich als Makler Einkäufer für den Kunden. Oder, um es im Juristendeutsch zu formulieren: Ich bin Dein treuhänderischer Sachwalter. Klingt toll, oder? Das bedeutet erst einmal nichts anderes, als dass ich für meine Kunden nach bestem Wissen und Gewissen Versicherungen einkaufe. Das kann jeder, der die Zeit dazu hat, heute auch selbst über das Internet machen, Vergleichsrechner gibt es schließlich da draußen genug.

Ein bisschen mehr als Vergleichsrechner anschmeißen, Nummer eins auswählen, Vertrag fertig machen und den Kunden unterschreiben lassen muss ich also schon drauf haben, wenn ich Dir auch etwas bieten möchte.

Was macht ein Versicherungsmakler den ganzen Tag?

Die meisten Kunden sind überrascht, wenn sie hören, was für einen kleinen Teil meiner Arbeitszeit ich tatsächlich mit Kundengesprächen verbringe. Im Rest der Zeit tue ich das, was man tun muss, um die angebotenen Versicherungen auch verstehen zu können. Ich lese Bedingungswerke, analysiere Tarife, kläre unklare Formulierungen in den Bedingungen mit dem Versicherer und prüfe, welcher Tarif zu wem passt.  Oder, wie es mir mal ein Arzt gesagt hat: „Es schadet nicht, Medizin zu studieren, bevor man anfängt, Krankheiten zu googeln.“ 

Ich tue also all die Dinge, die für eine passende Absicherung ungemein wichtig, für die meisten aber viel zu zeitraubend sind, und die auch der Vergleichsrechner im Internet nicht hergibt. Ach ja, apropos Vergleichsrechner:

Wer seine Versicherungen im Internet abschließt, spart keine Provision. Er verzichtet nur freiwillig auf Beratung.

Der Betreiber des Vergleichsrechners bekommt nämlich für den Abschluss des Vertrags genauso eine Courtage wie ich. Aufgrund der Höhe des Umsatzes vielleicht sogar mehr. Beratung liefert er dafür jedoch keine.

Ein Beispiel: Wie ich hier so sitze, habe ich bei einem Vergleichsrechner, nennen wir ihn mal Scheck48, mit meinen Daten nach einer Unfallversicherung gesucht. Da gebe ich zunächst Alter und Beruf ein, anschließend eine Grundsumme sowie eine Progression, bei der Scheck48 mir 100.000 € und 225% empfiehlt. Warum? Keine Ahnung. Und jetzt Hand auf´s Herz: Weißt Du, welche Bedeutung Gundsumme und Progression in der Unfallversicherung haben?  Und wie sich die Progressionsstaffeln in den unterschiedlichen Bedingungswerken unterscheiden? Nein? Erfährst Du da auch nicht.

Aber es kommt noch besser. Nachdem ich den Empfehlungen von Scheck48 folge, schlägt mir der Versicherer einen Preis-Leistungs-Sieger vor. Schön farbig unterlegt, mit Rabatt. Sieht super aus. Ist es nur nicht. Dieser Preis-Leistungs-Sieger hat nämlich einen Mitwirkungsanteil von nur 25%.

Was um Himmels willen ist ein Mitwirkungsanteil?

Im Fall eines Unfalls prüft der Versicherer, ob mögliche Vorerkrankungen Auswirkungen auf die Unfallfolgen haben könnten. Ist der Anteil der Vorerkrankung höher als der versicherte Mitwirkungsanteil, kürzt der Versicherer die Leistung entsprechend. Auch hier wieder

Ein Beispiel: Als Bürotäter Mitte 40 hast Du Rücken, warst damit auch schon häufiger beim Arzt. Jetzt überlegst Du, dass Du am sonnigen Frühlingswochenende doch prima die Dachrinne reinigen könntest, steigst auf die Leiter, kommst schneller runter, als Dir lieb ist und landest unsanft auf dem Rücken, der dauerhaft geschädigt wird. „Prima“, sagst Du, „dafür habe ich ja meine Unfallversicherung von Scheck48. Die sollen mal zahlen.“ 

Die finden jetzt aber durch Rücksprache mit Arzt und Krankenkasse raus, dass Du vorher schon Rückenprobleme hattest, und schätzen die Mitwirkung dieser vorherigen Probleme auf die heutige Beeinträchtigung (daher Mitwirkungsanteil) auf 60%. Einfache Rechnung, 60% ist mehr als die versicherten 25%, also zieht Dein toller Preis-Leistungs-Sieger Dir mal eben 60% der Summe ab, die Du eigentlich versichert hattest.

Kann am Ende blöd ausgehen, oder? Sagt Dir im Internet aber vorher niemand.

Ähnliche Fallstricke gibt es für so ziemlich jede vorstellbare Versicherung.

Das ist es, was ich tue: Ich suche Fallstricke, damit Du Dich nicht verhedderst.

Nachdem ich einen Tarif und seine Bedingungen geprüft habe, ordne ich ihn passenden Kunden zu. Längst nicht jeder Tarif passt zu jedem Kunden. Es gibt Haftpflichtversicherungen für Beamte, die für alle anderen nur zweite Wahl wären, spezielle Versicherungen für Ärzte, und so weiter.

Welcher Tarif zu Dir passt, finde ich heraus, indem ich mit Dir gemeinsam eine Bedarfsermittlung durchführe und Deine Daten aufnehme. Welche Risiken bestehen bei Dir? Welche möchtest Du absichern, welche selber tragen, um Beiträge zu sparen? Das geht relativ zügig vonstatten, da auch Du vermutlich Besseres zu tun hast, als Dich stundenlang um Versicherungskram zu kümmern, der Dich, wenn man ehrlich ist, überhaupt nicht interessiert.

Ist das erledigt, kaufe ich nach Rücksprache mit Dir die für Dich passenden Versicherungen ein.

Du möchtest das auch? Dann greif einfach zum Telefon und ruf mich an.

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